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Lübecker Stadtmeisterschaften
Am 25.Juli 2009 stand das Finale der 3.Lübecker Stadtmeisterschaften an. Insgesamt nahmen 70 Spieler an diesem Turnier teil, die sich in 5 Satellite-Turnieren qualifiziert haben. Mir gelang die Qualifikation bereits im 1.Satellite in der Joker-Pokerlounge (siehe auch den Bericht 3.LSM(1.Satellite) unter Gastropoker).
Das Event sollte im Casino Travemünde stattfinden, man könnte meinen, dass es eine extra-exquisite Location sei, aber ich war doch echt enttäuscht. Ich war vorher noch nie im Casino Travemünde und hab es mir doch recht gross vorgestellt. Doch letztendlich konnten nicht einmal die 7 Tische in einem Raum untergebracht werden. So wurden 3 Tische auf der 1.Etage im Roulette- und Black Jack-Raum untergebracht und die weiteren 4 Tische standen auf einer Empore im 2.Stock direkt vor dem Eingang zum Personal-Raum. Hatte ehrlich gesagt nicht so den Flair wie erhofft. Es war nicht einmal Platz für Zuschauer, so dass meine beiden Begleiterinnen - meine Frau Nadin und meine Schwiegermutter Karin - auf der letzten Stufe der Treppe standen, um mir zuzusehen. Glücklicherweise sass ich direkt an dem Tisch, der an der Treppe stand. Meiner Ansicht nach hätte man auch durchaus in der Golflounge spielen können!
Das Turnier an sich verlief mal wieder typisch für mich. Bei 6000 Chips Startstack gammelte ich immer zwischen 4500 und 8000 Chips herum. Keine fetten Pötte, um mal so richtig nach oben zu schiessen!
Am Tisch hatten wir einen Spieler, der jedes Mal, wenn ich callte, raiste oder im BB sass, grundsätzlich immer mit in der Hand blieb. Jedenfalls kam es mir so vor. Und wenn dann kein Einsatz von mir kam, gab es ein Bet von ihm. Ich foldete und er griff den Pot ab. Irgendwann hatte ich die Schnauze voll. Ich halte A-Q suited und raise und der Spieler bleibt wieder dabei. Flop 10-9-8. Wieder nicht getroffen. Diesmal wollte ich es ihm zeigen. Bet 1000 - Call! Verdammt! Turn: 8. Check - Check! River: 7! So, Meister! Die Strasse habe ICH! Zumindest wollte ich ihm das verkaufen. Bet 1500! Nach kurzem Überlegen: Call! Er zeigt J-J. Also genau die Straight, die ich ihm verkaufen wollte. Ich zeige A high und habe die Hälfte meines Stacks mit 'nem Bluff verdonkt! Ich war sauer! Eigentlich mehr auf mich, als auf meinen Gegenspieler. Zum Glück gab es unmittelbar nach dieser Hand eine Pause. Abkühlen war angesagt!
Bei noch 2800 Chips Rest bekomme ich die Asse. Raise von mir und Re-Raise von Stefan Gosch. Ich gehe All In, er callt und zeigt J-J. Meine Hand hält und ich kann nochmal aufdoppeln.
Einige Hände später das selbe Duell. Ich halte 8-8 und raise natürlich und Stefan Gosch geht All In im BB mit etwa 5000 Chips. Bin nicht wirklich glücklich über den Move, denn so stark ist meine Hand nicht. Aber ich entscheide mich zum Call. Stefan zeigt A-Q und im Flop kommt sofort die Q. Bumm! 1500 Chips bleiben übrig.
Ich werde an einen anderen Tisch versetzt und bekomme dort gleich 5-5. Da die Blinds bei 400-800 angelangt waren, stellte ich All In. Ein Spieler callt mit A-K, trifft natürlich den bepissten K und ich bin raus auf Position 30. Relativ unspektakuläres Ende. Ich war trotzdem leicht auf 180 und wollte nur raus aus dem Laden.
Den späteren Sieger Christian Arp kenne ich nicht persönlich, aber ich werde ihn spätestens auf meiner Spanienreise kennenlernen. Denn der Sieger der 3. Lübecker Stadtmeisterschaften gewann einen Sponsoringvertrag von EuroSuperPoker inclusive einem Event bei der spanischen Pokermeisterschaft.
Wahrscheinlich geht es im Oktober los, das Event wird dann in San Sebastian starten. Darüber werde ich dann natürlich ausgiebig berichten.