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Die FulltiltPoker.net Million Euro Challenge 2008 sollte diesmal nicht wie 2007 in 6 grossen Turnieren dürchgeführt werden, sondern nur in einem grossen Turnier und zwar in der Landeshauptstadt von Rheinland-Pfalz - in Mainz. Qualifizieren konnte man sich wieder online und Stefan Bühe und ich sollten es schaffen. Nadin hat es trotz vieler Anläufe leider nicht geschafft, aber sie wollte die Qualifikation vor Ort nachholen. Dachte sie!! Dazu später mehr.

Am Freitag, den 12. September haben wir uns also zu dritt auf den Weg gemacht, am Samstag sollte das Turnier stattfinden. Nach gut 6 Stunden Fahrt (inclusive Pausen) erreichten wir unser Hotel in Rüsselsheim. Hier sollten wir die nächsten 2 Nächte ratzen.

Am nächsten Morgen sollte ab 10.00 Uhr das Einchecken  beginnen. Nachdem die Parkplatzsuche nicht ganz so einfach war, erreichen wir so etwa um 11.15 Uhr die Reingoldhalle. Und dann traf uns der Schlag. Wir kamen uns vor wie bei DSDS. 2700 qualifizierte Spieler und etliche angemeldete Besucher mussten sich durch eine einzige verdammte Tür quetschen. Das war der Horror! Bis ein wichtiger Freak von der ausrichtenden Agentur rief, das die qualifizierten Spieler ihm folgen möchten. Wir mussten Nadin zurücklassen (für sie blieb noch die verdammte Tür!!) und wir konnten schön an allen anderen vorbei direkt in die Halle! Weit gefehlt! Stefan und ich durften geschlagene 2 Stunden bei der Spieleranmeldung anstehen, bis wir unser beschissenes Ticket und unser Cap bekamen. Nadin war doch glatt noch vor uns in der Halle. Aber das nützte gar nichts: das Programm begann um 12.00 Uhr mit dem Einmarsch der Profis und einem Interview mit dem Vorjahressieger Martin Gräser oder wie der Vogel heisst ;-) (Kläser heisst er!) Und die Vorort-Qualifikationen waren auch schon gelaufen, soll heissen, meine Frau hat nicht 1 Minute gepokert.

Die Halle war für etwa 5000 Leute ausgelegt, aber bei 2700 Spielern und im Vorverkauf bereits 4000 gezählte Besucher kann man sich vorstellen ,wie es dort aussah. Knickeknackevoll! Das Rahmenprogramm bei weitem nicht so doll wie letztes Jahr in Hamburg, irgendwie hat uns das Event nicht so gefallen. Von der Organisation so leicht für'n Arsch!

Dafür sollte es dieses Mal leichter sein , sich für das TV-Finale zu qualifizieren. In Hamburg sollte ja nur 1 aus dem 210 Spieler grossen Teilnehmerfeld des Finales nach München dürfen - und das war ich!!!
In Mainz wurden 3 Vorrunden zu je 900 Spielern ausgespielt, 90 Tische zu je 10 Mann. Die Tischsieger (insgesamt 270) qualifizierten sich für das Finale. Die Finalisten wurden in 6 Turnieren zu je 45 Spielern aufgeteilt und die 6 Sieger durften nach München. Also 1 aus 45 , nicht 1 aus 210 (starke Leistung dahinz!!!).

Stefan und ich durften im 3. Durchgang um 17.00 Uhr starten zusammen mit einem alten Bekannten - mit Andreas Setz. Letzes Jahr Gegner im TV-Finale. Auch er wollte es wieder versuchen. Wir starten mit 5000 Chips und mit Blindleveln von 12 Minuten. Ich glaube Stefan hatte es bis zum 4. Level geschafft und ist mit nem getroffenen Paar Königen gegen Pocket Aces ausgeschieden. Is ja schon ne Weile her! Ich hatte sogar das Glück 2 Spieler vom Tisch zu nehmen, einmal mit 55 gegen QQ. Im flop ne 5 ,auf dem Turn ne 5 - Quads!! Wenig später mit AJ gegen Q4 vom Small Stack. Er trifft die Q auf dem River -scheisse bloss, dass bereits ein K und ne 10 im Flop Lagen, Straight für mich und Chipleader bei noch 6 Spielern.

Im 6. Blindlevel bei noch 4 Spielern sind die Blinds bei 1500 und 3000, ich glaube man kann erkennen dass das nichts mehr mit Pokern zu tun hat, sondern in dieser Phase nur ein reines Kartenvergleichen ist. Raise All In, beschissene Karten im BigBlind - 3000 Chips weg. Nächstes All In im SmallBlind - fold -wieder 1500 Chips wech. So war ich denn nun bald unter Druck und bin mit nem Ass(engl./ deutsch: Arsch) selber All In und werde gecallt mit nem weiteren Ass und einem stärkeren Kicker. Das war's! Raus als 4. Nicht einmal 1 Stunde Poker und nicht einmal Mike Matusov gesehen und ein ganzes Wochenende geopfert!

Okay ,es war natürlich witzig mit Schätzelein und meiner Frau aber wir waren uns glaube ich einig: sollte es beim nächsten Mal wieder so weit weg sein, sollte man sich überlegen ,ob sich der Aufwand lohnt. Hamburg ist ja ein Katzensprung aber Mainz ist doch ne ganz schöne Entfernung.


Obwohl, Las Vegas ist noch ein kleines Stückchen weiter!






 






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